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Mund-, Kiefer-, und Plastische Gesichtschirurgie

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Das Gesicht ist die Visitenkarte des Menschen. Es ist in vielfacher Hinsicht von zentraler Bedeutung für die Fremd- und Selbstwahrnehmung. Wer sich im Gesicht verletzt oder in diesem Bereich erkrankt, sorgt sich oft auch darum, entstellende Narben, Gesichtsdeformitäten oder funktionelle Einbußen davonzutragen.

Die Spezialisten der Mund-, Kiefer- und Plastischen Gesichtschirurgie (MKG) im St. Josefs Krankenhaus Hilden – einem Standort der GFO Kliniken Mettmann-Süd – haben bei Operationen deshalb immer drei wesentliche Aspekte im Blick:

  • die notwendige medizinische Therapie,
  • ein ästhetisch gutes und ansprechendes Ergebnis
  • sowie den Erhalt des vollen Funktionsumfangs.


Zu unserem Behandlungsspektrum zählen:

  • Erkrankungen von Haut, Knochen sowie Weichteilen im Bereich von Kopf, Zähnen und Mundhöhle,
  • gut- und bösartige Erkrankungen der Mundhöhle, des Gesichtsschädels und der Gesichtshaut, z.B. Mundhöhlenkrebs, Basaliome,
  • gut- und bösartige Erkrankungen der Speicheldrüsen,
  • angeborene Fehlbildungen wie Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und Schädelanomalien bei Säuglingen und Kleinkindern,
  • operative Korrekturen von Kieferfehlstellungen (kieferorthopädische Chirurgie),
  • Unfallchirurgie und plastische Wiederherstellungschirurgie im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich,
  • Diagnostik und Therapie von entzündlichen Erkrankungen im Kopf-Hals-Bereich, Funktionsstörungen und Schmerzsyndromen,
  • Dentale Implantologie auch mit Knochenaufbau in Problemfällen,
  • Erkrankungen des Kiefergelenkes,
  • dentoalveoläre Chirurgie (Zahn- und Mundchirurgie), auch bei Risikopatienten wie z.B. Blutern,
  • Seltene Erkrankungen im Bereich der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.


Viele Behandlungen sind ambulant in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose möglich. Die Patient:innen können dann am selben Tag wieder nach Hause gehen.

Zur Einschätzung, ob neben Ihren Beschwerden weitere Erkrankungen vorliegen, die Einfluss auf Ihre Behandlung haben, wird Ihre Krankengeschichte in einem Anamnesebogen erhoben.

Im Falle mehrerer Vorerkrankungen ist es hilfreich, wenn Sie uns von Ihrem Hausarzt außerdem eine Bescheinigung mit Nennung Ihrer Diagnosen und einen aktuellen Medikamentenplan mitbringen.

Forschung

Wir legen besonderen Wert darauf, für unsere Patienten und Patientinnen auf dem neusten Stand der Wissenschaft zu sein. So können wir bessere und wirksamere Behandlungskonzepte anbieten. Neben unserem Hauptaufgabengebiet einer modernen und kompetenten Patientenversorgung führen wir an unserer Klinik auch Forschungsprojekte durch.

Aktuelle Forschungsprojekte können Sie in unserem Studienregister Aktuelle Studien einsehen. Gerne beraten wir Sie aber auch im Rahmen der Vorstellung in unserer Klinik über die Möglichkeit der Teilnahme. 

Forschung für die Weiterentwicklung von etablierten Therapien aber auch als Grundstein für neue Therapieansätze unabdingbar und Medizin wird noch effektiver und schonender gestaltet.

Die Teilnahme an unseren Studien ist selbstverständlich freiwillig und eine Einwilligung zur Teilnahme kann jederzeit widerrufen werden.

Wir stehen Ihnen gerne für Fragen rund um das Thema Studien jederzeit zur Verfügung.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Patient:innen mit einer bösartigen Erkrankung im Kopf- Hals-Bereich bedürfen einer fachübergreifenden Behandlung von der Diagnose bis hin zur Rehabilitation. Wir arbeiten deshalb eng mit Kolleg:innen anderer Disziplinen zusammen – wie zum Beispiel auch mit dem Sozialdienst. Das ist fester Bestandteil unseres integrierten Konzeptes.

Technische Ausstattung

Wir bieten unseren Patientinnen und Patienten eine moderne und anspruchsvolle Diagnostik. Zur apparativen Ausstattung unserer Abteilung Mund-, Kiefer-, und Plastischen Gesichtschirurgie zählen u.a.:

  • 3D-Drucker
  • 3D-Gesichts- und Schädel-Scan-Verfahren
  • Laser
  • Spezielles Röntgen / Dental-CT
  • 3D-Navigation
  • Endoskopie
  • Ultraschall

Zu den Schwerpunkten unserer Mund-, Kiefer- und Plastischen Gesichtschirurgie zählen in erster Linie: 

Im Mittelpunkt der kieferorthopädischen Chirurgie steht die Korrektur von Kieferfehlstellungen. Auslöser für eine Kieferfehlstellung können sehr unterschiedlich sein. So kann allein eine unterschiedliche Wachstumsrichtung und -geschwindigkeit des Ober- und Unterkiefers während des Gesichtswachstums Ursache sein. Aber auch in der Folge von Unfällen, atypischen Schluckmustern, Daumenlutschen oder anderen Umstände kann eine Dysgnathie entstehen.

Während die alleinige Zahnfehlstellung eine Domäne der Kieferorthopädie ist, bedarf es bei Vorliegen einer knöchernen Fehllage von Ober- zu Unterkiefer eines gemeinsamen Vorgehens von Kieferorthopäden und Kieferchirurgen. Die Dauer der Therapie kann je nach Ausprägung zwischen einem und drei Jahren betragen.

Eine Korrektur einer Fehlpositionierung von Ober- bzw. Unterkiefer ist nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern primär aus kaufunktionellen Gesichtspunkten ratsam. Denn schließen die Zahnreihen von Ober- und Unterkiefer nicht richtig, kann es zu Schwierigkeiten beim Essen oder Sprechen, zu Zahnfehlstellungen, zu ungünstigem Einfluss auf die Lippenstellung, Mimik und Harmonie des Gesichts kommen. In engem interdisziplinären Austausch mit den niedergelassenen Kieferorthopäden werden die Patienten auf die Operation vorbereitet. Nach entsprechender Zahnregulierung durch den Kieferorthopäden erfolgt die sogenannte Umstellungsoperation in der Klinik. Für die chirurgische Korrektur werden Schleimhautschnitte im Mundinneren durchgeführt, damit später keine sichtbaren Narben verbleiben. Im Rahmen der Operation wird der Knochen in die anatomisch korrekte Position gestellt, so dass der Kiefer je nach Fehlstellung nach vorne oder hinten verlagert wird. Entsprechend der vorher durchgeführten Zahnregulierung passen anschließend die Zähne nahezu perfekt zueinander und bedürfen nur noch einer kleinen Korrektur durch den Kieferorthopäden.

Behandlungsablauf

Nach einem Vorstellungstermin bei Kieferorthopäd:innen und uns wird die Therapie mit einer kieferorthopädischen Vorbehandlung begonnen. Hierzu ist in der Regel das Tragen einer festsitzenden Zahnspange notwendig. Die Zahnbögen werden in Vorbereitung auf die Operation ausgeformt. In manchen Fällen muss aber vor Beginn der kieferorthopädischen Therapie eine kieferchirurgische Operation vorweggeschaltet werden (z.B. chirurgische Gaumennahterweiterung). Auch die operative Entfernung von Weisheitszähnen, sofern vorhanden, sollte in der Regel 3 Monate vor der geplanten Umstellungsosteotomie durchgeführt worden sein.

Nach Abschluss der kieferorthopädischen Vorbehandlung wird die Planung der Operation zirka drei Wochen vor dem OP-Termin in unserer speziellen Dysgnathiesprechstunde vorgenommen. Im Rahmen der anschließend zu planenden Operationssimulation wird die genaue Verlagerungsstrecke der Kiefer dreidimensional exakt an den patientenindividuellen Kiefermodellen simuliert und ein Operationssplint hergestellt. Dieser garantiert die exakte Übertragung der Operationsplanung in die gewünschte Position der Kiefer während der Operation. Nach Verlagerung der Kiefer in die korrekte Position, wird der Knochen mit kleinen Miniplatten und Schrauben aus Reintitan fixiert.

Der Eingriff in Vollnarkose wird vollständig von der Mundhöhle ausgeführt, so dass keine von außen sichtbaren Narben verbleiben können. Die Aufnahme von flüssiger Nahrung über den Mund ist ab dem ersten postoperativen Tag möglich. In einigen Fällen kann auch hochkalorische, flüssige Nahrung über eine nasal gelegte Sonde verabreicht werden, um die Kalorienzufuhr für eine optimale Wundheilung zu gewährleisten und das Risiko einer Wundinfektion zu verringern.

Eine starre Fixierung der Kiefer zueinander mit Drahtschlingen wird bei uns nicht angewandt. Der stationäre Aufenthalt beträgt drei bis fünf Tage. Der Fadenzug erfolgt je nach OP in sieben bis 14 Tagen postoperativ. In den ersten Wochen nach OP erfolgen regelmäßige, wöchentliche Kontrollen in unserer Ambulanz. Die eingebrachten Metallplättchen und Schrauben aus Reintitan werden durch einen kleinen Eingriff nach sechs Monaten und einem stationären Aufenthalt von zwei Tagen in Narkose entfernt.

Unsere Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen des St. Josefs Krankenhauses  haben sich unter anderem auf gut- und bösartige Erkrankungen im Bereich der Mundhöhle, der Gesichtsknochen und der Gesichtshaut spezialisiert.

Allein die Zahl der Patientinnen und Patienten mit Mundhöhlenkrebs hat sich in den vergangenen Jahrzehnten versechsfacht. Damit steht Mundhöhlenkrebs an fünfter Stelle der häufigsten Krebserkrankungen.

Im Rahmen der Therapie gilt es nicht nur das bösartige Gewebe zu entfernen, sondern auch das Gesicht in Form, Funktion und Ästhetik wiederherzustellen. Wenn Knochenpartien entfernt werden müssen, können diese beispielsweise mit Beckenknochen oder Knochen aus anderen Regionen unmittelbar rekonstruiert werden.

Mundhöhlenkarzinome sind die siebthäufigste Krebsart bei deutschen Männern. Zum Teil werden diese Art von Tumoren erst spät diagnostiziert, so dass möglicherweise bereits Tochtergeschwülste in den Halslymphknoten oder anderen Organen vorliegen können. Daher ist das frühzeitige Erkennen solcher bösartigen Tumoren im Kopf-Hals-Bereich besonders wichtig. Je früher Mundschleimhautkarzinome erkannt und behandelt werden, desto besser ist deren Heilungswahrscheinlichkeit. Durch regelmäßige ärztliche und zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen kann eine solche frühe Diagnose erfolgen.

Weitere seltenere bösartige Erkrankungen im Kopf-Hals-Bereich können von lymphatischem Gewebe, den Speicheldrüsen, dem Bindegewebe (Sarkome), Knorpel- oder Knochengewebe oder vom Nervengewebe ausgehen.

Auch können bösartige Erkrankungen der Haut, wie zum Beispiel das Plattenepithelkarzinom, das maligne Melanom, das Basalzellkarzinom im Kopf-/Halsbereich auftreten.

Begünstigende Faktoren für die Entstehung von Krebs im Kopf-Hals-Bereich sind Rauchen, Alkohol, dauerhafte mechanische Irritationen, schlechte Mundhygiene, Umweltfaktoren, Virusinfektionen und eine erbliche Vorbelastung. Leider können solche Erkrankungen aber auch ohne erkennbare Ursache auftreten.

Das Mundhöhlenkarzinom (Plattenepithelkarzinom)

Das Mundhöhlenkarzinom ist keine Seltenheit. Männer sind statistisch gesehen häufiger betroffen als Frauen. Der Verteilungsgipfel liegt in der Regel zwischen dem 5. bis 7. Lebensjahrzehnt.

Die vorrangigen Symptome unterscheiden sich nach dem Entwicklungsstadium der Krebserkrankung.

Das Erscheinungsbild eines Mundhöhlenkarzinoms kann mannigfaltig sein. Ein frühes Symptom kann dabei eine weißliche, nicht abwischbare Mundschleimhautveränderung (Leukoplakie) sein oder eine scheinbare Verletzung, welche nach zwei Wochen nicht abgeheilt ist. Im Verlauf nehmen diese Befunde an Größe zu, so dass weitere Symptome wie Rötungen, Schwellungen, Einziehungen, Blutungen und Verknotungen auftreten. Bei weiterer Progression treten Spätsymptome wie Schmerzen, Gefühlsstörungen, eine eingeschränkte Zungenbeweglichkeit mit kloßiger Sprache und Schluckbeschwerden auf. Das fortgeschrittene Stadium ist nicht selten zusätzlich bakteriell besiedelt (Superinfektion). 

Die Faktoren, welche ein Mundhöhlenkarzinom verursachen, sind bekannt (siehe oben). Bei Rauchern ist das Risiko an dieser Erkrankung zu versterben, signifikant höher als bei Nichtrauchern. Auch der regelmäßige Alkoholkonsum beinhaltet ein deutlich höheres Risiko an Mundhöhlenkrebs zu erkranken. 

Weitere Faktoren sind:

  • Asbestbelastung
  • Mangelernährung
  • Radonbelastung
  • Humanes Papillomvirus (HPV)
  • Eppstein-Barr Virus
  • Betelnusskauen (Asien)

Diagnostik

Zur Diagnosesicherung des Mundhöhlenkarzinoms gehören in erster Linie die Gewebeentnahme und eine pathohistologische/feingewebliche Begutachtung. Die Gewebeprobe kann meist in einem kleinen operativen Eingriff gewonnen werden.

Bestätigt sich die klinische Verdachtsdiagnose, muss zur Erfassung der Tumorausbreitung eine sogenanntes Staging erfolgen. Hierzu werden die Röntgendiagnostik von Kopf, Hals und Brust sowie eine Ultraschalluntersuchung vom Hals und den Bauchorganen benötigt.

Nach Abschluss der notwendigen Voruntersuchungen kann die Tumorausbreitung in der TNM-Klassifikation fixiert werden. In einem sich anschließenden, interdisziplinären Tumorboard - einer fachübergreifenden  Beratung von Spezialisten aus MKG, HNO, Onkologie, Radiologie, Strahlentherapie, Pathologie und onkologischem Fachpersonal - wird anhand der gesammelten Befunde schließlich ein individuelles und  optimales Therapiekonzept, unter Berücksichtigung einer tumorfreien Resektion mit der höchst möglichen Lebensqualität, gemeinsam erstellt.

Behandlung

Die Behandlung orientiert sich unter anderem nach der Tumorausdehnung, die in der TNM-Klassifikation entsprechend eingestuft wird. Das therapeutische Vorgehen unterteilt sich in drei verschiedene Verfahren, die auch bei entsprechender Notwendigkeit kombiniert werden können:

  • Chirurgie
  • Strahlentherapie
  • Chemotherapie

Das chirurgische Therapiekonzept ist nach Möglichkeit die Standardtherapie, die eine vollständige Entfernung des Tumors mit all seinen Ausläufern zum Ziel hat. Dabei kann bei größeren Tumoren die Notwendigkeit zur Entfernung der abführenden Lymphgefäße (Neck dissection) bestehen. Prinzipiell wird eine radikale Tumorresektion unter möglichst geringem Verlust der funktionellen und ästhetischen Strukturen angestrebt.

Die Mund-, Kiefer und Plastische Gesichtschirurgie ist auf die Rehabilitation der Kau-, Schluck- und Sprechfunktion spezialisiert. Eine Wiederherstellung von Gewebedefekten erfolgt dabei unter Anwendung unterschiedlicher Rekonstruktionsverfahren. So ist es uns möglich unter Anwendung modernster Gerätschaften ein optimales Rekonstruktionsergebnis auch bei ausgedehnten Hart – und Weichgewebsdefekten mittels plastischer Chirurgie und mikrochirurgischer Verfahren zu erzielen.

Nicht-chirurgische Therapiekonzepte sind die alleinige Strahlentherapie oder die alleinige Strahlen- und Chemotherapie – ohne Operation.

Vor einer Strahlentherapie ist eine zahnärztliche Untersuchung notwendig, um potenzielle Entzündungsherde („dentogene Foci“) zu sanieren. Im Rahmen dessen erfolgt auch die Anpassung einer Strahlenschutz und Fluoridierungsschiene für bezahnte Patienten vor Bestrahlungstherapie. Diese dient zum einen dem Schutz der Mundschleimhaut, dem Schutz vor Streustrahlung durch metallhaltigen Zahnersatz und zudem zur Anwendung von fluoridhaltigen Gelen, die den Schmelz härten und somit das Risiko von Strahlenkaries reduziert. 

Je nach Bedarf besteht ein weiterer Behandlungsaspekt in einer Anbindung an unseren Sozialdienst, an die Psychoonkologie, an die Klinik-Seelsorge, an die Logopädie und an Selbsthilfegruppen. 

Nachsorge

Die Nachsorge erfolgt in einer spezialisierten Tumorsprechstunde. Im Rahmen dieser Sprechstunde erfolgen regelmäßige sonographische und radiologische Verlaufskontrollen sowie die Planung der kaufunktionellen prothetischen Rehabilitation:

  • Im ersten Jahr sehen wir unsere Patientinnen oder Patienten alle vier Wochen.
  • Im zweiten Jahr sind Kontrolluntersuchungen alle zwei Monate erforderlich 
  • Im dritten Jahr finden alle drei Monate Kontrollen statt.
  • Im vierten Jahr erfolgt die Nachsorge halbjährlich.
  • Ab dem fünften Jahr sind jährlich Nachsorgeuntersuchungen vorgesehen.

Epithetik

In seltenen Fällen ist es notwendig, Defekte nach tumor-chirurgischer Therapie durch eine Defektprothese (Epithese) zu versorgen. Hierfür erfolgt eine spezielle Anbindung unserer Patient:innen an einen Kooperationspartner, einen Epithetiker.

Einer der Behandlungsschwerpunkte der Mund-, Kiefer- und Plastischen Gesichtschirurgie ist die Therapie bösartiger Hauttumoren.

Dazu zählen vor allem der „weiße“ Hautkrebs (Basalzellkarzinom, Basaliom, Plattenepithelkarzinom) sowie der „schwarze“ Hautkrebs (malignes Melanom).

In einem frühen Stadium lassen sich Hauttumorerkrankungen sehr gut therapieren. Fortgeschrittene Stadien einer bösartigen Hauttumor-Erkrankung machen häufig eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit einem komplexen Therapieregime notwendig. Komplexe Fälle werden daher auch in einem interdisziplinären Tumorboard vorgestellt.

Die Erstdiagnose oder die Äußerung einer Verdachtsdiagnose einer bösartigen Hauterkrankung erfolgt dabei häufig durch niedergelassene Ärzt:innen. Danach erfolgt mit einer Überweisung die Erstvorstellung in unserer spezialisierten Hauttumorsprechstunde.

Die Behandlung wird bei „kleineren“ Befunden häufig in einem zweizeitigen Vorgehen koordiniert. D.h. im Rahmen eines ambulanten Eingriffs erfolgt die Entfernung des Hauttumors. Bestätigt uns die Pathologie (Fachärzt:innen) für die mikro- und makroskopische feingewebliche Untersuchung) die vollständige Entfernung des Hauttumors, erfolgt wenige Tage später in einem kurzen stationären zweiten Eingriff die plastisch-chirurgische Wiederherstellung der Hautoberfläche.

Unser Hauptanliegen ist es, darauf zu achten, dass das Ergebnis ästhetisch ansprechend und möglichst unauffällig ist. Dabei kommen verschiedene rekonstruktive Verfahren zum Einsatz, die je nach Lage im Gesicht (Auge, Nase, Lippe, Ohr, Wange, Stirn, Kopfregion) sehr unterschiedlich sein können. Die Details und die Möglichkeiten werden Ihnen im Rahmen der Spezialsprechstunde genau erklärt. Umfangreichere Krankheitsbilder erfordern einen stationären Aufenthalt. Die Nahtentfernung erfolgt dann je nach Körperregion fünf bis 14 Tage nach der Operation.

Für die Vorstellung in unserer Spezialsprechstunde vereinbaren Sie bitte einen Termin mit unserem Ambulanz-Sekretariat.

Speichelsteine 

Speichelsteine, auch Sialolithiasis genannt, sind verhärtete mineralische Ablagerungen, die sich in den Speicheldrüsen bilden. Ein Stein, der den Ausführungsgang einer Speicheldrüse blockiert, kann eine Infektion (Sialadenitis) verursachen.

Neben einer Erhebung der Krankengeschichte ist eine Untersuchung von Kopf und Hals durchzuführen, bei der auch die Speicheldrüsen in der Mundhöhle untersucht werden, um nach Steinen zu tasten. Es schließt sich in der Regel eine Bildgebung zur Diagnosesicherung an. Am besten lassen sich Speichelsteine durch eine Computertomographie (CT) aufspüren, bei der Anzahl, Größe und Lage der Steine festgestellt werden können - Informationen, die für die Behandlungsplanung unerlässlich sind. Vor einer möglichen operativen Steinentfernung werden eine gute Flüssigkeitszufuhr, eine Drüsenmassage und eine Stimulation des Speichels durch Lutschen von sauren Drops empfohlen.

Wenn ein Speichelstein Beschwerden verursacht, können Ibuprofen oder andere nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs) bei Schwellungen und Schmerzen helfen. Eventuell ist auch ein Antibiotikum zu verschreiben, um eine Infektion zu bekämpfen.

Steine sollten entfernt werden, um Komplikationen wie eine Infektion oder einen Abszess zu vermeiden. In den meisten Fällen kann der Stein unter Schonung der Speicheldrüse entfernen, aber manchmal muss die betroffene Drüse reseziert (entfernt) werden. Die Sialendoskopie ist ein endoskopisches Verfahren, das der Chirurg als Teil Ihrer chirurgischen Behandlung einsetzen kann.

Speicheldrüsentumoren 

Speicheldrüsentumore können gutartig (nicht bösartig) oder bösartig (krebsartig) sein. Tumoren können in den Ohrspeicheldrüsen an der Seite des Gesichts, in den Unterkieferdrüsen unter dem Kiefer oder in den Unterzungendrüsen unter der Zunge wachsen.

Speicheldrüsenkrebs ist eine Krankheit, bei der sich Krebszellen in einer dieser drei Speicheldrüsenarten befinden. Oft ist das einzige Symptom eines Speicheldrüsentumors ein Klumpen oder eine Masse, die schmerzlos sein kann.  

Der erste Schritt bei der Behandlung eines Speicheldrüsentumors ist die Diagnose. Eine Biopsie kann helfen, mehr über die Zellen im Tumor zu erfahren und darüber, wie wahrscheinlich es ist, dass sie sich vermehren und ausbreiten. Die Biopsien, die verwendet werden, um mehr über Tumoren in den Speicheldrüsen zu erfahren, sind Feinnadelaspirationsbiopsien und Inzisionsbiopsien.

Wenn die Biopsie Speicheldrüsenkrebs bestätigt, ist in der Regel eine Operation als erste Behandlungsmaßnahme zu empfehlen. Wenn der Speicheldrüsenkrebs aufgrund der Form der Zellen und der Anzahl der Stellen, an denen sich die Krebszellen aktiv teilen, als hochgradig eingestuft wird, kann nach der Operation eine Strahlentherapie indiziert sein.

Speicheldrüsenentzündungen 

Speicheldrüsen können durch Bakterien oder Viren infiziert werden. Eine Speicheldrüseninfektion, auch Sialadenitis genannt, betrifft am ehesten eine der Ohrspeicheldrüsen oder die sogenannten submandibulären Speicheldrüsen unter dem Kiefer.

Nach einer ausführlichen Erhebung der Krankengeschichte und Untersuchung der Speicheldrüsen helfen bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT), um festzustellen ob eine Verstopfung vorliegt.

Eine Behandlung ist unerlässlich, da sich Speichelentzündungen verschlimmern können. Die Infektion kann sich auf das tiefe Gewebe und die Knochen von Kopf und Hals ausbreiten oder eine starke Schwellung verursachen, die die Atmung beeinträchtigt.

Die Behandlung umfasst eine Flüssigkeitszufuhr zur Steigerung des Speichelflusses und eine Drüsenmassage sowie die Gabe von Antibiotika erfordern. Der Therapieplan kann auch Maßnahmen zur Beseitigung von Grunderkrankungen wie Speichelsteinen oder Tumoren, die die Drüse blockieren, umfassen.

Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten

Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten (LKG-Spalten) sind die zweithäufigste angeborene Fehlbildung. In Deutschland ist eines von 600 Babys davon betroffen.

Lippen-Kiefer-Gaumenspalten können das Aussehen, die Atmung, die Zahnstellung sowie das Sprech- und Hörvermögen beeinträchtigen.

Häufig wird die Fehbildung bereits während der Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft festgestellt.

Unser erfahrenes Spaltteam setzt auf eine umfassende Beratung, eine optimale Operationsvorbereitung mit ggf. notwendiger Ausformung von Kiefer- und Nasenanatomie. Dies erfolgt mittels der sogenannten NAM-Technik (Nasoalveoläres Molding). Anschließend wird die Spalte je nach Ausprägungsgrad durch ein aufeinander aufbauendes, mehrstufiges chirurgisches Behandlungskonzept versorgt. Das Ziel eines unauffälligen Erscheinungsbildes mit gutem funktionellen Ergebnis erfordert die enge Zusammenarbeit zahlreicher Fachdisziplinen. Hierzu gehört neben der MKG-Chirurgie die Kieferorthopädie, Kinderheilkunde, HNO, klassische Zahnheilkunde und Logopädie. Diesem wird im Rahmen unserer interdisziplinären Sprechstunde Rechnung getragen.

Therapiekonzept

Ausführliche Informationen zum Therapiekonzept bei Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten erhalten Sie hier:

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Behandlungsablauf

Die operativen Eingriffe werden altersabhängig in unserer Klinik bzw. von unserem Spaltteam mit Kooperationspartnern in Kinderkliniken durchgeführt.

  • Nach der Geburt wird in Abhängigkeit der Spaltform eine Plattentherapie mit oder ohne nasoalveolärem Molding begonnen.
  • Im Alter von 4 – 6 Monaten erfolgt der Lippenverschluss und eine primäre Nasenkorrektur. Ziel der operativen Korrektur besteht hinsichtlich der Funktion in der Schaffung einer anatomisch normalen Muskelschlinge des Mundes. Dies ist Voraussetzung für eine normale Sprache sowie eine harmonische Gesichtssymmetrie (beim Lachen wie bei entspanntem Gesicht in Ruhe). Eine normale Funktion und eine ansprechende Ästhetik bedingen sich oft gegenseitig. Der natürliche Lippenschwung (Amor-/ Cupidobogen) wird bei einseitigen Spalten durch die Operationstechnik nach TENNISON-RANDALL beziehungsweise bei beidseitigen Spalten nach der Technik von VEAU ausgeformt. Zudem wird die Rekonstruktion des vorderen Nasenbodens und die Schaffung einer seitengleichen Nasenflügelanatomie (Operationstechnik nach Sayler) vorgenommen. Meist bleibt außer einer feinen, kaum sichtbaren Narbe nichts zurück.
  • Im Alter von 9 – 15 Monaten: Hart- und Weichgaumenverschluss. Für einen natürlichen Sprachklang und normalen Schluckakt ist ein ausreichend langer, verschlossener und gut funktionierender Gaumen Voraussetzung. Dieser wird durch die Kombination verschiedener Operationstechniken (u.a. OP nach KRIENS) erreicht. Die Festlegung des Operationszeitpunktes berücksichtigt dabei zwei wesentliche Aspekte. Zum einen wird die Möglichkeit eines frühen kompetenten Sprecherwerbs ermöglicht, aber auf der anderen Seite auch eine mögliche narbenbedingte Wachstumshemmung des Oberkiefers minimiert. In der gleichen Operation wird je nach Bedarf durch die Kollegen der HNO-Klinik das Ohr untersucht und eventuell Paukenröhrchen gelegt.
  • Logopädie: Eine professionelle sprachtherapeutische Übungstherapie ist oft begleitend für die nächsten Jahre notwendig. Gleich dem operativen Ziel eines unauffälligen Erscheinungsbildes zum Zeitpunkt der Einschulung soll mit Eintritt in die Grundschule die Sprache gut verständlich sein.
  • Im Alter von 8-10 Jahren ist im Falle einer Beteiligung des Kieferkammes (z.B. bei durchgehenden LKG-Spalten) eine Kieferspaltosteoplastik notwendig. Hierzu wird ein Knochentransplantat, dass minimal invasiv vom Beckenknochen gewonnen wird, in den Spaltbereich eingebracht. Dies ist oft die einzige Möglichkeit für einen normalen Ablauf des Zahndurchbruches im Spaltbereich, einer guten Ausformung des Zahnbogens und verbessert das ästhetische Erscheinungsbild des Naseneingangs.
  • Nach Abschluss des Wachstums kann es trotz begleitender kieferorthopädischer Zahnstellungskorrektur notwendig sein, dass eine Kieferfehlstellung vorliegt (link zu unserem Abschnitt kieferorthopädische Chirurgie). In diesem Fall wäre eine knöcherne Korrektur der nicht normalen Oberkieferlage zum Unterkiefer zu planen. Dies erfolgt in enger Absprache mit dem behandelnden Kieferorthopäden.

Das Pierre-Robin-Syndrom oder die Robin-Sequenz ist eine angeborene Fehlbildung, die meist mit einer Gaumenspalte einhergeht, in Deutschland aber nur selten vorkommt.

Kinder, die mit dem Syndrom zur Welt kommen, leiden jedoch unter massiven gesundheitlichen Problemen: Durch die Unterkiefer-Rücklage und eine in den Rachen verlängerte Zunge ist die Atmung behindert. Im Schlaf können dadurch Atempausen einsetzen, die lebensbedrohlich sein können. Durch Einschränkungen im Saug- und Schluckvorgang kann die körperliche und geistige Entwicklung der Kinder zurückbleiben und schwere Schäden verursachen.

Am Universitätsklinikum Tübingen wurde deshalb ein Verfahren entwickelt, das durch einen weniger belastenden chirurgischen Eingriff eine deutliche Verbesserung der Symptome herbeiführt: die Tübinger Gaumenplatte. Das erfahrene, interdisziplinäre Team der Mund-, Kiefer- und Plastischen Gesichtschirurgie im St. Josefs Krankenhaus der GFO Kliniken Mettmann-Süd führt diese Therapie in Kooperation mit erfahrenen Kinderkliniken durch. 

Im Falle des Vorliegens einer frühkindlichen Schädeldeformität kann diese aus unterschiedlichen Gründen resultieren. Neben sogenannten lagerungsbedingten Schädelverformungen, kann es durch einen frühzeitigen Verschluss der Schädelnähte (sog. Suturen) zu einer unnatürlichen Kopfform kommen.

Während lagerungsbedingte Schädelanomalien nicht operiert werden müssen, ist in Abhängigkeit von dem Ausprägungsgrad bei Kindern mit einer nachgewiesenen Nahtsynostose eine operative Korrektur geboten. In der Regel treten die Kraniosynostosen ohne weitere Begleiterkrankungen auf. Je nach betroffener Schädelnaht variiert die Kopfform:

  • Langschädel  (Skaphozephalus)
  • Dreieckschädel (Trigonocephalus)
  • Schiefschädel (anteriorer oder posteriorer Plagiocephalus) oder
  • Kurzschädel (Brachycephalus).

In seltenen Fällen kann die Nahtsynostose auch Teil eines Syndroms sein, bei dem weitere Symptome bestehen (z.B.: Apert Syndrom, Crouzon Syndrom, Pfeiffer Syndrom). Die durch die Nahtsynostose bedingten Schädelverformungen führen häufig zu therapiebedürftigen Veränderungen im Gesichtsbereich. Um diesem zum Teil komplexen Krankheitsbild in vollem Umfang gerecht zu werden, ist ein interdisziplinäres Expertenteam aus den Fachbereichen Kinderneurochirurgie und Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie der Augenheilkunde, Intensivmedizin und Kinderheilkunde erforderlich.

Die Behandlung unserer Patienten wird in Kooperation mit der Kinderneurochirurgie der Asklepios Kinderklink St. Augustin und der Uniklinik Köln durchgeführt.  

Neben angeborenen Gesichtsanomalien behandeln unsere Spezialisten auch seltene Erkrankungen des Gesichts- und Hirnschädels (kraniofaziale Anomalien) die zu Gesichts- und Schädeldysmorphien oder Funktionseinschränkungen führen (z. B.: Fibröse Dysplasie, Eagle Syndrom, CHARGE-Syndrom, mediane und laterale Halszysten).

Die Beratung und Betreuung der Patienten sowie von Eltern und unseren kleinen Patienten erfolgt in einer Spezialsprechstunde.

Kraniosynostosen entstehen durch die vorzeitige Verknöcherung von Schädelnähten. Welche Nähte sind für die Entstehung der unterschiedlichen Schädeldeformitäten maßgeblich? Hier wird es anschaulich gezeigt.

Das Gesicht ist die Visitenkarte des Menschen. Sichtbare und entstellende Verletzungen im Gesichtsbereich – beispielsweise nach einem Unfall oder einer Tumorbehandlung – belasten Betroffene oft nicht nur psychisch sondern auch gesundheitlich.

Unser Ziel ist deshalb zum einen, Patientinnen und Patienten zu einem unauffälligen Aussehen zu verhelfen und zum anderen, wichtige Funktionen wie Schlucken, Kauen, Sehen und Sprechen wiederherzustellen.

Hierzu kommen moderne Verfahren der digitalen 3D-Planung und Telemedizin zum Einsatz. Neben CT- und MRT-Bildern werden entsprechend der Verletzung oder ihrer Folgen 3D-Fotos bzw. 3D-Oberflächenscans angefertigt und in die Planung miteinbezogen. Zur Erreichung eines optimalen Ergebnisses kann es notwendig sein, dass auch individuelle, für den einzelnen Patienten angefertigte Implantate im 3D-Druckverfahren hergestellt werden müssen.

Das Kiefergelenk: Schmerzhafte oder funktionseinschränkende Veränderungen des Kiefergelenks und des umliegenden Gewebes sind nicht selten. Gelenkscheibe, das Kiefergelenk-Köpfchen oder auch die Gelenkpfanne können betroffen sein. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass sich Verspannungen der Kaumuskulatur auf den Bereich um das Kiefergelenk projizieren. Die Symptome und Beschwerden ähneln sich. Um hier eine sichere Diagnose zu stellen, braucht es besonderes Fachwissen und Erfahrung.

Die Kiefergelenke haben eine Sonderstellung unter den etwa 100 Gelenken des menschlichen Körpers. Die normale Mundöffnung ist nur möglich, wenn beide Kiefergelenke – rechts und links – normal funktionieren. Im täglichen Leben werden sie beim Sprechen, Schlucken und Kauen ständig beansprucht. Umgeben werden sie von Muskeln, Sehnen und Bänder, die sie in der richtigen Bahn bewegen. Entsprechend komplex ist die Diagnosestellung bei Beschwerden.

Ursachen

Neben einer ausführlichen Anamnese, der Analyse der medizinischen Vorgeschichte und der klinischen Untersuchung können auch Röntgenbilder, CT, MRT oder eine Szintigrafie erforderlich sein, um eine sichere Diagnose zu stellen.

Zu den häufigsten Ursachen bei Kiefergelenksbeschwerden zählen

  • Überaktivität der Kaumuskulatur oder übergroße Beweglichkeit des Gelenks
  • Verlagerung der Gelenkscheibe

Arthrose des Kiefergelenks

  • Entzündliche Erkrankungen wie z. B. Rheuma
  • Abbau oder vermehrtes Wachstum des Gelenk-Köpfchens
  • Fehlbildungen des Kiefergelenks
  • Verwachsungen des Kiefergelenks
  • Tumoren

Therapie

In den meisten Fällen kann mit konservativen, also nicht-operativen, Maßnahmen geholfen werden. Eine Reihe von Veränderungen und Erkrankungen verlangen aber eine invasive oder operative Behandlung, die in der Mund-, Kiefer- und Plastischen Gesichtschirurgie (MKG) am St. Josefs Krankenhaus der GFO Klinikjen Mettmann-Süd durchgeführt werden kann.

Dafür gibt es verschiedene Techniken von der Gelenkspülung (Arthrozentese) über die Gelenkspiegelung (Arthroskopie) und die offene Kiefergelenkschirurgie bis hin – in seltenen Fällen – zum Kiefergelenksersatz.

Die offene Gelenkchirurgie kann insbesondere bei ausgeprägten, dauerhaften und fortschreitenden Veränderungen, bei rheumatischen Erkrankungen des Kiefergelenks, bei Fehlbildungen oder Verwachsungen sinnvoll sein. Auf Grundlage einer gesicherten Diagnose besprechen wir mit Ihnen die Ergebnisse und die individuellen Therapieoptionen.

Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Spezialsprechstunde für Kiefergelenkserkrankungen.

Zahnlücken beeinträchtigen nicht nur das Aussehen, sondern oftmals auch die Gesundheit und das Wohlbefinden. Implantate bieten für die Schließung der Lücken nicht nur eine kosmetisch anspruchsvolle Lösung, sondern auch zahlreiche weitere Vorteile aus zahnmedizinischer Sicht. Künstliche Zahnwurzeln können sowohl bei Einzelzahnlücken, beim Lückengebiss oder bei einem zahnlosen Kiefer implantiert werden und die Lebensqualität enorm verbessern. Im Anschluss werden die Implantate durch den Zahnarzt mit Kronen, Brücken oder anderweitigen prothetischen Lösungen weiterversorgt.

Durch die bei uns gegebene Möglichkeit einer modernen computerthomographischen Darstellung des Ober- und Unterkiefers mittels strahlenarmen Conebeam CT /DVT und 3D-Planung können auch bei komplexen Problemstellungen kosmetisch und medizinisch optimale Lösungen erreicht werden.

Wenn nötig, ist im Falle hochatropher Kieferabschnitte, bei denen Schleimhaut- und Knochenschwund vorliegt, vor oder während der Implantation ein Knochenaufbau nötig. Dies kann in vielfältiger Form geschehen und muss individuell festgelegt werden. Sofern Weichgewebsdefizite vorliegen ist eventuell eine operative Korrektur nötig.

Zum Leistungsspektrum der Mund-, Kiefer- und Plastischen Gesichtschirurgie zählen auch sämtliche klassische zahnärztliche Operationen wie:

  • Zahnentfernungen aller Art, speziell bei Patient:innen mit Blutungsneigung und Risikoprofil
  • Weisheitszahnentfernungen
  • Freilegung verlagerter Zähne vor kieferorthopädischer Therapie
  • Wurzelspitzenresektion (Versuch des chirurgischen Zahnerhaltes)
  • Therapie von Abszessen
  • Zystenentfernungen im Kieferbereich
  • Behandlungen und Operationen im Kieferhöhlenbereich
  • Entfernung störender Bändchen ( z.B. Lippen- oder Zungenbändchen )
  • Versorgung von Unfallschäden an Zähnen und Kiefer

Zahnsanierungen

Zu unserem umfangreichen Behandlungsspektrum gehören insbesondere operative Zahnentfernungen. Diese sind angezeigt, wenn eine herkömmliche Extraktion nicht ohne Schädigung von Gewebe möglich wäre.

Auslösende Faktoren, die den Zahnerhalt in Frage stellen können vielfältig sein. Neben einer Parodontitis oder Zahnkaries können Probleme an den Zahnwurzeln, akute wie chronische Zahnschmerzen oder allgemeinmedizinische Gründe die Entfernung von Zähnen notwendig machen. Auch prothetische Indikationen, Zahnfehlstellungen oder eine Summe aus mehreren Faktoren können dies verursachen.

Unser Ziel ist es, den Eingriff für Sie so angenehm wie möglich zu gestalten. Dies gilt insbesondere auch für sogenannte Risikopatienten oder bei bekannter Blutungsneigung. Bei uns sind Sie in kompetenter Betreuung. Jeder Eingriff wird nach einem persönlichen Aufklärungsgespräch individuell und je nach Sanierungsbedarf geplant.

Weisheitszähne

Bei Weisheitszähnen, die nicht oder nur teilweise durch die Mundschleimhaut durchgebrochen sind, ist oftmals eine prophylaktische Entfernung sinnvoll, um der Gefahr von Entzündungen und Komplikationen vorzubeugen. Selbst bei vollständigem Durchbruch sind Weisheitszähne durch ihre Position weit hinten im Kiefer, oftmals nur schwer für die Mundhygiene zugänglich und daher häufiger von Karies betroffen. Die genauen Kriterien für die Entfernung von Weisheitszähnen sind in den sogenannten AWMF Leitlinien genau aufgeführt und können von Ihnen dort nachgelesen werden.

In der Regel kann die Entfernung der Weisheitszähne unter Lokalanästhesie stattfinden. Zudem bieten wir die Möglichkeit einer Vollnarkose auf Überweisung entsprechender Fachärzt:innen an. Die Wunden werden im Anschluss vernäht und eine Nahtentfernung kann nach sieben bis zehn Tagen erfolgen.

Wurzelspitzenresektion

Ist ein Zahn nach einer abgeschlossenen Wurzelkanalbehandlung nicht beschwerdefrei oder kann die Entzündung nicht therapiert werden, dient die Wurzelspitzenresektion dem chirurgischen Zahnerhalt. In der Regel findet die Operation in Lokalanästhesie statt.

Das entzündliche Gewebe wird samt Wurzelspitze entfernt und nach sorgfältiger Säuberung des entstandenen Knochendefektes wird das Weichgewebe wieder vernäht. Eine Röntgenaufnahme am Ende der Operation gibt Aufschluss über die erfolgte Resektion.

Narkosebehandlung

Alle zahnärztlichen Operationen können meist in Lokalanästhesie durchgeführt werden. Je nach Umfang der notwendigen Maßnahmen ist es möglich, diese auch in Narkose oder Sedierung (Dämmerschlaf) in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie vorzunehmen. Dazu ist es aber notwendig, dass vor dem finalen Operationstermin ein Gespräch mit Anästhesist:innen stattgefunden hat und notwendige Unterlagen zu Vorerkrankungen mitgebracht werden.

Die Vollnarkose, als Alternative zur Lokalanästhesie, bietet eine Behandlungsoption unter schmerzfreien Bedingungen, bei denen Patient:innen in einen künstlich herbeigeführten Schlafzustand versetzt werden. Sie wird in unserem Haus ausschließlich von einem erfahrenen Anästhesisten-Team durchgeführt.

Im Falle eines ambulanten Eingriffes in Narkose bzw. Sedierung werden wir vom Team der Anästhesiepraxis Dr. Martin Strothe und Kollegen unterstützt.

Nähere Informationen zur Durchführung einer ambulanten Narkose erhalten Sie im Ambulanzsekretariat der MKG-Chirurgie.

Eine Vollnarkose ist bei ambulanten Operationen in der Regel nicht medizinisch notwendig. Bitten Patient:innen allerdings auf eigenen Wunsch um eine Vollnarkose, werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen gewöhnlich nicht übernommen und müssen daher meist von diesen selbst getragen werden.

Ausnahmen können die folgenden Fälle bilden:

  • Patient:innen leiden unter einer Zahnarztphobie, die fachärztlich, das heißt von einem Facharzt oder Fachärztin für Psychiatrie attestiert wird.
  • Kinder unter zwölf Jahren, die ohne Vollnarkose nicht behandelt werden können.
  • Bei den Patient:innen handelt es sich um Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung. Zu den körperlichen Behinderungen zählen beispielsweise starke Bewegungsstörungen.
  • Patient:innen sind allergisch gegen bestimmte Betäubungsmittel oder diese dürfen aufgrund einer Vorerkrankung nicht angewendet werden.
  • Der geplante zahnchirurgische Eingriff ist so umfangreich, dass eine örtliche Betäubung nicht ausreichend wäre.

Wir diagnostizieren und behandeln auch Erkrankungen, für die bislang keine wegweisenden Untersuchungsbefunde ermittelt werden konnten. Dabei arbeiten wir eng mit zahlreichen Expert:innen aus verschiedenen Fachdisziplinen und überregionalen Kooperationspartnern zusammen.

Dank umfangreicher Untersuchungen in unserer interdisziplinären Spezialsprechstunde können schwere Krankheitsverläufe frühzeitig erkannt und geeignete Therapiekonzepte entwickelt werden.

Mit diesen Schwerpunkten bilden wir in enger Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Köln ein Integriertes Fachzentrum des Zentrums für Seltene Erkrankungen.

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